Standort Küssnacht a.R.
Bahnhofstrasse 65
6403 Küssnacht am Rigi
Tel 041 854 41 11
Standort Hünenberg
Chamerstrasse 46
6331 Hünenberg
Tel 041 780 16 92

Geschichte

Ein geschichtlicher Kurzabriss – die markantesten Ereignisse

 

LG Rigi

2009 – 2023

Im Jahre 2009 feiert die LG RIGI ihr hundertjähriges Bestehen. Mitglieder, Kunden und Lieferanten
werden am 12.9.09 zu einer Jubiläumsfeier in die Markthalle Rothenthurm eingeladen.

Die Genossenschafter entschlossen sich anlässlich der GV 2011 mit einer grossen Mehrheit, den Landi Laden Küssnacht nicht zu erwerben. Der Hauptgrund war, dass die LG RIGI Mitglied der fenaco werden musste und somit ihre Eigenständigkeit in Zukunft aufgab. Eine Produktion oder die Hauptdienstleistung für unsere Landwirte wäre nur noch im Bezirk Küssnacht möglich gewesen.

Im September 2016 haben wir den Verlad der Lose Silos um 24t ausgebaut mit zusätzlich 6 Silos.

Eine grosse Feier für unsere treuen Kunden fand im Herbst 2016 anlässlich dem 25 Jahre Jubiläum RIGIFUTTER in der Markthalle Rothenthurm statt. Die Gäste wurden verwöhnt mit feinem Essen und Trinken und für Unterhaltung durch den Tag sorgten zahlreichen Darbietungen.

Im November 2017 nahmen wir erstmals mit einem Stand bei der Swiss Tier auf der Luzerner Allmend teil. Diese Messe, welche alle zwei Jahre stattfindet, ist inzwischen ein fester Bestandteil unseres Auftrittes und Marketing.

Im Herbst 2018 konnten wir eine neue Linie in der Produktion in Betrieb nehmen. Die Linie produziert zusätzlich und parallel zur bestehenden Linie Mischfutter in Mehlform mit sechs gängigen Getreide- und Proteinträgern. Somit steigerten wir unsere Produktivität, ohne am Erscheinungsbild gegen Aussen etwas zu ändern.

Durch die stätige Steigerung der Produktion vom RIGIFUTTER haben wir im Jahr 2022 zusätzlich einen Lastwagen angeschafft. Neu sind wir für die Kundschaft unterwegs mit 2 LOSE Lastwagen und 3 Stückgutlastwagen.

Ein erfolgreiches Jahr mit erstmals produzierten 17‘000t Mischfutter und Mineralstoffen konnten die Genossenschafter anlässlich dem Jahresbericht 2022 entnehmen. Dies ist eine Steigerung in den letzten 10 Jahren von 70% in der Produktion. Notabene bei einer rückläufigen Marktlage der Landwirte. Ebenfalls stimmten die Genossenschafter im April 2023 einstimmig einer Fusion mit Landi Hünenberg zu. Die Vorbereitungen sind voll im Gange und die gemeinsame operative Geschäftstätigkeit startet ab 1. Januar 2024.

1987 – 2009

Im Jahre 1987 wurde Peter Wallimann als Nachfolger von Walter Ulrich gewählt. Peter Wallimann übernahm am 1.1.1988 die Verantwortung als Geschäftsführer. Im gleichen Jahr wurde die gesamte Administration mit Buchhaltung auf EDV umgestellt. Im gleichen Jahr erfolgte auch die Eröffnung des Ladenlokales im vorderen Teil des Magazins. Eines der bedeutenden Ziele war es auch, fortan die Kundschaft auf eine breitere Basis zu stellen, indem grosses Gewicht auf die Milchviehfütterung gelegt wurde. Dies, wie sich heute die Situation präsentiert, mit nachhaltigem Erfolg.

Im Jahre 1991 wurde das umfangreiche Projekt der eigenen Futtermarke, nämlich RIGIFUTTER, in enger Zusammenarbeit mit dem Techniker, Christian Suter, umgesetzt. RIGIFUTTER wurde gut vom Markt aufgenommen und entwickelte sich zu einem Qualitätsbegriff. Bis zum erwähnten Zeitpunkt wurde in Lizenz FM-Futter vertrieben und produziert.

Im Jahre 1993 beschlossen die Mitglieder an der GV einstimmig den Austritt aus dem Teilverband VLGZ.
Dies vor dem grossen Zusammenschluss der meisten Teilverbände in die fenaco. Die LGK wurde vollumfänglich selbständig.

Im Jahre 1996 wurde das Unternehmen zertifiziert nach EU ISO 2001:1994. Die Zertifizierung wurde nicht zuletzt aufgrund der Vorgaben von Migros und COOP im Hinblick auf die geplanten Labelproduktionen vorgenommen.

Im Jahre 2001 wurde anlässlich der Generalversammlung der Namensänderung von „Landwirtschaftliche Genossenschaft“ auf „LG RIGI“ zugestimmt. Der Auftritt erfolgte nun unter „LG RIGI“. Im gleichen Jahr fand in der Markthalle Rothenthurm das erste, grosse RIGIFUTTER-Kundenfest statt.

Ende Jahr 2006 wurde der mittlerweile zu kleine Laden, seinerzeit eröffnet im 1988, geschlossen. Die Fenaco eröffnete im Januar 2007 auf eigene Rechnung, vis-à-vis vom Restaurant Frohsinn, einen grossen LANDI-Laden, mit Shop und Tankstelle. Die LG RIGI hatte die Möglichkeit, aufgrund eines ausgehandelten Kaufrechtsvertrages, diesen Neubau, innerhalb von fünf Jahren ab Eröffnung, käuflich zu erwerben.

Im Jahre 2007 wurde die gesamte Produktionsanlage mit einer vollautomatischen Steuerung ausgerüstet. Im gleichen Jahr fand in der Markthalle Rothenthurm das zweite, grosse RIGIFUTTER-Kundenfest statt.

Im Jahre 2008 wählte der Verwaltungsrat den Nachfolger von Peter Wallimann in der Person von Toni Matter. Peter Wallimann wird auf eigenen Wunsch, nach 22 Jahren, Ende 2009 die LG RIGI verlassen.

1950 – 1987

Anfangs der 50-er Jahre ist es darum gegangen, die Geschäftsleitung zu reorganisieren und die Verhältnisse zu konsolidieren. Mit dem Eintritt des neuen Geschäftsführers, Walter Ulrich im Jahre 1959, nahm eine grössere Entwicklung der LGK, vor allem bezogen auf grössere Investitionen, seinen Anfang. Auch ein stetes Umsatz-wachstum nahm seinen Lauf; Umsatz im 1959 ca. 1,5 Mio, Umsatz, im 1983 ca. 11 Mio, Umsatz heute ca. 20 Mio. Franken.

In den Jahren von 1959 bis 1983 wurde in die gesamte, zum grossen Teil noch heute existierende Infrastruktur (Gebäude, Produktionsanlage und Silos) annähernd an die Fr. 6′000′0000.– investiert, eine sehr mutige, rege und umfassende Investitionstätigkeit der seinerzeit Verantwortlichen. Davon entfallen auf die drei grossen Getreidesilos allein Fr. 2′300′000.–, mit einer Gesamt-Lagerkapazität von ca. 5′000 Tonnen.

Im Jahre 1985 feierte die LGK, mit einem Grossanlass im Monséjour in Küssnacht am Rigi, ihr 75-jähriges Jubiläum.

1922 – 1950

Ende 1922 ist es dem cleveren Alois Ulrich gelungen, mit dem gewieften Geschäftsmann Edwin Baer eine Partnerschaft zu arrangieren, die sich in der Folge für beide Seiten zu einem wahren Glücksfall entwickelt hat.

Bereits zwei Jahre später, im Jahre 1924, hat die neue Weichkäserei eröffnet werden können. Hierauf ist eine zweite Blütezeit erfolgt; die Mitgliederzahl ist auf 250 Genossenschafter angestiegen.

Die Krise der „Dreissiger Jahre“ sind für die älteren Leute noch vage in Erinnerung. Aber auch diese Zeiten und die durch den 2. Weltkrieg bedingten Schwierigkeiten sind gemeistert worden.

In den Jahren 1942 bis 1945 sind in zwei Etappen ein grosser Magazinneubau mit Passarelle und der Geleiseanschluss für sage und schreibe rund Fr. 180′000.– erstellt worden.

Im Frühjahr 1945 – mitten während den Bauarbeiten – ist unerwartet Alois Ulrich verstorben, und es ist zu einem kurzfristigen Wechsel in der Geschäftsführung gekommen. Wegen finanziellen Manipulationen ist die LGK in arge Bedrängnis gekommen, und nur dank der im Jahr 1949 von den Mitgliedern des Vorstandes und der Kontrollstelle persönlich geleisteten Bürgschaftsverpflichtungen in der Höhe von Fr. 120′000.– hat die Genossenschaft vor dem Konkurs gerettet werden können.

1909 – 1922

Am 17. Januar 1909 ist unter dem Präsidium von Alois Dober, Bischofswil, und dem nachmaligen Geschäftsführer Alois Ulrich, „Engel“, eine eigentliche Neugründung erfolgt, unter namhafter Mitwirkung
von Ständerat J. Räber. Bei der Liegenschaft „Geissacher“ ist die Milch gesammelt und bis 1922 nach Cham an die Firma Nestlé geliefert worden. Das Geschäft blühte. Schon 1911 hat man einen Umsatz von mehr als einer halben Million verzeichnet und einen Bestand von rund 70 Mitgliedern gezählt.

1916 ist der erste Lastwagen angeschafft und der bisherige „Landwirtschaftliche Verein“ in „Landwirt-schaftliche Genossenschaft Küssnacht am Rigi“ umbenannt worden. Im Jahre 1919 ist für Fr. 160′000.– die Liegenschaft „Geissacher“ erworben worden.

Das Jahr 1922 ist noch heute vielen in böser Erinnerung; der Milchpreis ist von 35 auf 20 Rappen gefallen, und es ist die Kündigung des Milchlieferungsvertrages durch die Firma Nestlé erfolgt, was manchen Bauern nötigte, Heim und Hof zu verlassen.

Der Milchverwertungsgenossenschaft Küssnacht wurde alsdann im Magazingebäude der Platz zum Einbau einer Käserei zur Verfügung gestellt.

1891 – 1905

Die ersten Aktivitäten sind von 1891 bis 1905 unter dem Namen „Landwirtschaftlicher Verein Küssnacht“ entfaltet worden. Nach einem hoffnungsvollen Start ist es wegen finanzieller Manipulation zu Streit und einem vollständigen Stillstand zwischen 1905 bis 1908 gekommen.

Landi Hünenberg

1993

100 Jahre LANDI Hünenberg. Die Feierlichkeiten werden mit einer Festschrift und einem grossen Fest im Saal «Heinrich von Hünenberg» begangen.

1992

Die Siloverteileranlagen mussten saniert werden.

1991

Vizerpräsident Xaver Werder demissionierte. Bruno Schuler, Drälikon, stellte sich als neues Vorstandsmitglied zur Verfügung.
Neuer Vizepräsident wurde Marcel Scherer, Stadelmatt. Die von der LANDI begehrte Einzonung der Grastrocknungsanlage Bösch wurde vom Regierungsrat des Kantons Zug abgelehnt. Das Begehren wurde ans Verwaltungsgerieht weitergeleitet. Die Mitgliederzahl der LANDI Hünenberg betrug 155. Der Hausbau «Chäsigass 7» wurde abgeschlossen. Der Maschinenpark wurde durch einen neuen Mähdrescher erweitert.

1990

Die Landwirtschaftlichen Genossenschaften haben sich einen neuen Namen gegeben: LANDI. Für den Bau des Wohnhauses Chamerstrasse 3 (Altes Depot) bewilligten die Genossenschafter einen Kredit von Fr. 1,8 Mio. Erste Auswirkungen
wegen der Annäherung an die EG wurden spürbar.
Altes Depot der LANDI an der Chamerstrasse an dessen Stelle heute das Mehrfamilienhaus «Chäsigass» steht.

1989

An der Generalversammlung vom 4. April wurde die Bauabrechnung der neuen Tankanage in der Höhe von Fr. 357930.— genehmigt. Nach dem Abbruch des alten Depots soll das Areal mit einem Wohnhaus überbaut werden.

1988

Leo Luthiger, der 42 Jahre lang die Protokolle der Landwirtschaftlichen Genossenschaft gewissenhaft geführt hatte, trat von seinem Amte zurück. Er wurde zum 1. Ehrenmitglied erkoren. Als neuer Aktuar wurde Peter Hofer, Langrüti. gewählt. Neu in den Vorstand kam Theo Bitzi, Ochsenlohn.
Die Genossenschaftsreise führte am 17. August an den Thunersee.
Die neue Tankanlage, mit einem Gaspendelsystem ausgerüstet, wurde eröffnet. Die Landwirtschaftliche Genossenschaft Hünenberg ist die erste Genossenschaft der Schweiz mit einer derartigen Einrichtung.

1987

Bau einer neuen Tankstelle. Der Kredit dazu betrug Fr. 298000.—, auch wurde ein Kühlkeller im Lagerhaus eingebaut.

1985

Die GV vom 9. April brachte eine weitere Statutenrevision.
Mit grosser Anerkennung wurde Josef Werder aus dem Präsidentenamt verabschiedet und gleichzeitig zum Ehrenpräsidenten ernannt. Als Nachfolger wurde Xaver Amgwerd, Chamau, gewählt.

1984

Die Anschaflung eines neuen Lastwagens kam auf Fr. 109000.- zu stehen.
Im Büro wurde eine Gomputeranlage für Fr. 68500.— installiert.

1983

Zum 90—Jahrjubiläum der LG reisten die Genossenschafter auf die St. Petersinsel im Bielersee. Im Juni wurde eine neue 30 Tonnen Lastenwaage installiert.

1981

An der GV wurde ein Kredit von Fr. 810000.- gesprochen, um das Lagerhaus aufzustocken und mit maschinellen Einrichtungen und Silozellen zu versehen.
Die Bauabrechnung endete mit einer Überschreitung von Fr. 114703.45.

1980

Am 28. Juni fand die Delegiertenversammlung des Verbandes Schweizerischer Grastrocknungsbetriebe in Hünenberg statt.

1979

Eine gemütliche Reise führte die Genossenschaftsfamilie auf die Insel Mainau. Die Errichtung einer Autowaschanlage wurde in die Wege geleitet.

1978

Hünenberg war am 16. Dezember Gastgeber der VLGZ-Delegiertenversammlung. Die GV bewilligte Fr. 15000.— als Aktienkapital für den zu eröffnenden VOLG-MIVO Laden.

1977

Die Kosten der neuen Grastrooknungsanlage brachte eine Überschreitung von Fr. 65000.—. Im Juni eröffnete die LG einen Agro-Shop im Parterre des Lagerhauses.
Präsident Josef Werder wurde für seine 25 Präsidialjahre geehrt.

1976

Eine ausserordentliche GV vom 16. Februar bewilligte einen Kredit von Fr. 1280000.— für Land, Gebäude und Maschinen der geplanten Grastrocknungsanlage.
Die GV vom 31. März beschloss, im Bösch die ganze Parzelle von 9312 m² zu kaufen zum Preis von Fr. 12.— /m².

1975

Das Gebiet Bösch—Talacker wurde neuer Standort der Grastrocknungsanlage. Der Kanton stellte das Land für Fr. l6.—/m² in Aussicht.

1974

Die Mitgliederzahl war auf 145 angestiegen. Die Genossenschaftsreise führte nach Rheinfelden in die Brauerei Feldschlösschen. Der Vorstand suchte nach einem neuen Standort für die Grastrocknungsanlage. Die LG Risch hätte Interesse an einem Standort im Bösch. Risch würde sich am Bau beteiligen.
Gras- und Maistrocknungsanlage an der Holzhäusernstrasse

1973

Im Streitfall «Grastrocknungsanlage» erschien der Vorstand in corpore vor dem Strafgericht in Zug. Die LG wurde in allen Teilen freigesprochen.

1971

Geschäftsführer Hans Burri kündigte. Die Kündigung wurde vom Vorstand angenommen, und er wählte Alois Hürlimann zum neuen Geschättsführer, der sofort sein Amt antrat.

1970

Die GV sprach einen Kredit von Fr. 150000.— für die Erstellung einer Mischanlage, einer Molessierungsanlage und einer Würfelpresse.

1968

Im «Wartstein» beging man am 12. März das 75-Jahr-Jubiläum.
Die Genossenschaftsreise führte mit dem Roten Pfeil ins Wallis. Heinrich Baumgartner, ein Nachbar der Grastrocknungsanlage, beschwerte sich wegen den Lännimmissionen.
Das heutige Lager- und Bürogebäude der LANDI Hünenberg

1967

Ein neuer Volvo (Fr. 80000.—) wurde in Dienst genommen. Die GV vom 15. März bewilligte Fr. 350000.— für den Siloanhau und eine Lastenwaage sowie Fr. 150 000.- für eine Werkhalle.

1966

Beim neuen Lagergebäude soll eine Tankstelle erstellt werden, welche Kosten von Fr. 50000.- verursachen, so beschloss die GV.

1964

Am 23. September fand die feierliche Einweihung des Lagergebäudes statt. Nach einem Gottesdienst in St.Wolfgang‚ konnte das Gebäude von den Gästen besichtigt werden. Der Apero wurde an diesem Prachtstag auf dem Flachdach serviert und das Festmahl in der Turnhalle Ehret. Erstmals wurde eine Gratifikation ausbezahlt.

1963

Die LG übernahm die hiesige Grastrocknungsgenossenschaft. Für ein Lagerhaus kaufte die LG ein Stück Land von der Korporation Hünenberg.
Der Bau des Lagerhauses wurde auf Fr. 730000.— veranschlagt.
Am 2. Oktober feierte man Aufrichte. B. Etter gab das Kassieramt nach 31 Jahren ab. Alois Hürlimann wurde Buchhalter.
Beladene Fuhrwerke vor der Grastrocknungsanlage im Moos, 1944

1962

Der Verkauf der Dreschmaschine wog den Kauf eines zweiten Mähdreschers nicht ganz auf. Man benötigte einen Kredit von Fr. 5000.–

1961

Die GV beschloss die Anschaffung eines Mähdreschers für Fr. 35000.—. Die erste Genossenschaftsreise führte nach Dielsdorf zur Firma Maag und nach Sursee zur VLGZ.

1960

An der GV vom 6. März genehmigte die Versammlung die neuen Statuten. Ein zweiter Mitarbeiter wurde benötigt. An der ausserordentlichen GV vom 8. Juni hiessen die Genossenschafter die Anschaffung eines Bindemähers und einer Dreschmaschine gut.

1959

Erstmals hat der Umsatz die % Millionengrenze überschritten.

1956

Die GV bewilligte für den Kellerbau und den Warenaufzug im Depot einen Kredit von Fr. 27000.—.

1954

Die finanzielle Lage der LG Hünenberg war, im Vergleich zu andern Genossenschaften, erfreulich gut.

1953

Aus Anlass des 60jährigen Bestehens der LG offerierte der Vorstand nach der GV ein Spezialzobig.

1952

Der langjährige Präsident Wendelin Boog hat demissioniert. Als Nachfolger bestimmte die Versammlung Josef Werder, Bösch.

1951

Im neuen Depot lief noch nicht alles rund. Die Besoldungen der Vorstandsmitglieder wurde von drei auf sechs Franken erhöht.

1950

1950
Der Baukredit wurde um Fr. 1850.— überschritten. Es wurde ein Nachtragskredit von Fr. 1900.- gesprochen.
An der GV vom 26. Februar warf der Verlust von Fr. 1824.18 grosse Wellen. Die Versammlung wählte darum Hans Burri zum neuen Geschäftsführer. Eine ausserordentliche GV vom 15. Juni beschloss die Anschaffung einer Waage zu Fr. 4600.—. Die Neubaukosten des Depots betrugen schlussendlich Fr. 19259.—.

1949

Eine ausserordentliche GV beschloss. von Karl Luthiger 701m² Land zu Fr.10.— m² in der Nähe der Käserei Oberhünenberg zu erwerben.
Die Offerten für den Depotneubau betrugen Fr. 18546.—.

1948

Es erfolgte eine Erhöhung des Umsatzes um
Fr. 100000.—. Zirka 15 Wagen Kartoffeln und 20 Wagen Obst wurden angenommen. Die Depotfrage kam darum wieder zur Sprache.
Man besichtigte die Depots von Rain und Hildisrieden. Als Standort des neuen Depots kamen Drälikon, Strymatt und Moos in Frage. Man bewilligte einen Baukredit von Fr. 20000.—. Die VLGZ mahnte in einem Schreiben betreffend Bauvorhaben um Besonnenheit.

1947

Der Vorstand beschloss, den Obst- und Kartoffelhandel einzuführen. Der Reingewinn belief sich auf Fr. 1470.06.
Erstmals gab es eine Rückvergütung von 2%.
Baptist Etter trat als Geschäftsführer zurück, nicht aber als Kassier.
Jakob Burkhardt übernahm probeweise die
Geschäftsführung.

1946

Die GV vom 10. März füllte einen wichtigen Entscheid. «Die LG bleibt erhalten». Vier Vorstandsmitglieder demissionierten.

Präsident Boog, der auch zurücktreten wollte, wurde zum Weitermachen verpflichtet. Der neue Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

Präsident: Wendelin Boog, Drälikon
Vizepräsident: Josef Werder, Bösch
Geschäftsführer und Kassier: Baptist Etter
Aktuar: Leo Luthiger, Dorf
Aussendienst: Xaver Schmid, Drälikon

Herr Schüpfer, Geschäftsührer von Sempach empfahl, die LG weiterzuführen, vor allem in einer Gemeinde, in der die Landwirte den grössten Teil der Bevölkerung ausmachten.

1945

An der GV beantragte die LG die Mitgliedschaft zur Darlehenskasse. Am Weiterbestehen der Genossenschaft wurde gezweifelt.

1944

Der Umsatz belief sich auf Fr. 76017.35. Der Reingewinn betrug Fr. 847.30.

1943

Soll die LG weitergeführt werden oder nicht? Diese Frage beschäftigte die Genossenschaften. Der Wille zum Weitermachen obsiegte.

1941

Der Kartoffelkäfer trat auf. Trotzdem wurde keine fahrbare Spritze gekauft.

1940

Der zweite Weltkrieg liess keine GV zu.

1939

In Hünenberg grassierte die Maul- und Klauenseuche. Für das Depot «Zollhaus» wurde zum Preise von Fr. 600.— ein Sackaufzug angeschafft.
Depot Zollhaus

1938

An der GV vom 6. März wurde das gute Jahr 1937 hervorgehoben.
Der Umsatz betrug Fr. 55486.15 und der Reingewinn Fr. 556.—. Der Passivsaldo konnte getilgt werden. Der Verband sicherte ein Darlehen von Fr. 8000.— bei einem Zins von 235% zu. Pro Jahr mussten Fr. 1000.— zurückbezahlt werden. Auch gab es private Darlehen von insgesamt Fr. 10000.-.
Nach der GV spielte die neugegründete Musikgesellschaft Hünenberg auf.

1937

Ein Genossenschaftsmitglied stellte ein Derlehen von Fr. 3000.- zur Verfügung. Die Höhe der Telefongebühren wurde angeprangert. Man beklagte die ungeschickten Telefonanschlüsse unserer Gemeinde.

1936

Im Depot «Zollhaus» entstand ein Manko von 4000 kg Stroh und 800 kg Heu. Der Geschäftsführer übernahm vom Verlust 200 Franken. Es wurde der Kauf eines Düngerstreuers getätigt. Eine von der Saatzuchtgenossenschaft Zug angestrebte Zusammenarbeit wurde abgelehnt.
Erstmals wurde anlässlich der Generalversammlung ein Gratiszobig offeriert. Der Reingewinn betrug Fr. 556.06.

1935

Die LG brauchte Geld. Man reichte beim Verband ein Gesuch um ein unbefristetes Darlehen ein. Die Anschaffung einer Lastenwaage wurde diskutiert. Man nahm aber davon Abstand, weil keine Rendite daraus resultieren würde.

1934

Die neuen Statuten wurden einstimmig gutgeheissen.

1933

Lange Jahre versah Josef Weibel, Dorf, das Präsidentenamt und war auch zuletzt Geschäftsführer. Ihn löste Wendelin Boog, Drälikon, als Präsident ab. Geschäftsführer und Kassier wurde Baptist Etter. Als Depot kam die Degenscheune wieder zum Zuge. Fritz Baumgartner, Degenwirt, wirkte als Depothalter und erhielt pro 100 kg eingelagerte Ware 30 Rappen Entschädigung. Das Lokal in Cham wurde gekündigt.
Die ehemalige Degenscheune, welche auch als Depot diente.

1932

Der Verbandsrevisor Bucher nahm sich der Depotmisere an. Es folgte eine gemeinsame Sitzung der LG — Vorstände von Cham und Hünenberg. Daraus resultierte der Verkauf des Hünenberger Depotanteiles an Cham für Fr. 35000.-.
Gleichzeitig mietete die LG Hünenberg im selben Gebäude ein Lokal. Von einer Fusion beider Genossenschaften wollte man nichts wissen.

1931

Nach jahrelanger Amtsdauer trat Kassier Eduard Schwerzmann zurück. Es wurde Baptist Etter, Zollweid‚ gewählt.

1930

Die LG vermittelte den Landwirten vermehrt Saatgetreide und Saatkartoffeln. Versuchsweise wurden 10 Erikabesen angeschafft. Immer wieder entstand im Depot Cham ein Warenmanko. Der grosse Verlust pro 1930 von Fr. 2436.41 wog schwer. Da die Trauben teuer waren, kaufte man 2500 Liter Rotwein.

1928

Es wurde ein Reingewinn von Fr. 920.— erwirtschaftet. Als wirksamstes Mittel zur Selbsthilfe wird der Getreidebau empfohlen.
In diesem Jahr wurden 35627 kg Getreide abgeliefert.

1915

Da die LG kein Depot mehr besass. weil der Vertrag mit Friedensrichter Burkhardt ausgelaufen war, wurde auch die Mobiliarversicherung aufgelöst.
Caspar Stocker demissionierte als Präsident. An seine Stelle wurde vermutlich Josef Weibel, Dorf, gewählt.
Da keine Protokolle bis 1928 vorliegen. entsteht leider ein Chronikunterbruch. Bloss in einer Schnitzelbank anlässlich der 75-Jahrfeier von Frau Heidi Oeggerli fand sich der folgende Hinweis:
«Jetzt losid ganz guet, es wird interessant: Sit 1916 sind mier bim Verband»

1914

Es war ein strubes Jahr für die LG. An der GV vom 1. Januar musste die Neuwahl des Vorstandes verschoben werden, weil sich niemand zur Wahl entschliessen konnte.
An der 2. GV vom 18. Januar konnten die bisherigen Amtsträger bewogen werden, auf unbestimmte Zeit zu verbleiben. Der Vorstand wurde gerügt, er kaufe minderwertige Ware ein, man sei bei Händlern besser bedient. Der Vorstand wehrte sich vehement und bat die Genossenschafter um mehr Solidarität. Lehrer Schwenmann reichte seine Demission als Kassier ein, zog sie aber auf Zureden hin wieder zurück. Die Düngerfabrik Uetikon konnte wegen des 1. Weltkrieges kein Thomasmehl mehr liefern. Aus dem gleichen Grund lieferte auch der Erdnusslieferant Bossard in Zürich nicht mehr.
Das Vorstandsmitglied Theodor Müller verunfallte mit dem Velo auf dem Weg nach Cham, wo er Dünger in Empfang nehmen sollte. Er erhielt eine einmalige Entschädigung von Fr. 50.—. Im Dezember sah man vom Einkauf von Kartoffeln ab, da sie zu teuer und wegen der Witterung schlecht lieferbar seien.

1913

Im Amtsblatt erschien ein Inserat der LG Hünenberg zum Bezug von Mostobst und Kartoffeln.

1912

Auf den 1. Juli demissionierte Ernst Suter als Kassier wegen Zeitmangel. Lehrer Eduard Sehwerzmann. Matten, wurde sein Nachfolger. Die Käseexportfirma Brugg ersuchte um Übernahme von Ausschusskäse. Das Gesuch wurde abgelehnt mit der Begründung, dies sei eher Sache der Käsereigenossenschaft.
Altkassier Villiger stellte zu Handen der LG eine Rechnung von Fr. 130.— für erbrachte Kassierarbeit. Der Vorstand empfand den Betrag als zu hoch.

1911

An der GV vom 19. März lagen die Rechnungsabschlüsse der Jahre 1905, 1906, 1907, 1908, 1909 und 1910 vor. Sie wurden zwar genehmigt, doch steckten der Vorstand und die Rechnungsprüfer Rügen wegen des langen Verweilens ein. Anstelle von Melchior Villiger wurde Ernst Suter zum Kassier gewählt. In Sins brach die Maul- und Klauenseuche aus. Der Vorstand beschloss, die Warenlieferungen über die Station Cham leiten zu lassen.

1910

Der Vorstand besichtigte das neue Depot in Rotkreuz. Die Grösse dieses Depots entspräche zwar den Vorstellungen der Hünenberger, doch war die Höhe der Baukosten (Fr. 1500.—) nicht
tragbar.
Es wurde ein Vertrag mit Friedensrichter Burkhardt, Zollweid, abgeschlossen, das Lager in dessen Scheune neu einzurichten zu einem Zins von Fr. 100.— im Jahr. Das Depot «Degen» wurde aufgehoben. Doch bis das Depot «Zollweid» eingerichtet war, mietete man vorübergehend einen Lagerraum in der Käserei Oberhünenberg. Die Düngerfabrik Uetikon spendete Fr. 50.— zur Unterstützung bedürftiger Landwirte.

1906

Die Düngerfabriken Schwyz und Umgebung gründeten einen Ring, wobei die Kunstdüngerpreise anstiegen. Die Genossenschafter wurden angehalten, noch keinen Kunstdünger zu kaufen.
Es wurde beschlossen, Verbindung zu den Genossenschaften Cham und Risch aufzunehmen, um ein gemeinsames Vorgehen zu prüfen.

1905

An der GV vom 20. August wurde endlich der leidige Streit mit Altkassier Suter in einem Vergleich beigelegt.

1904

Da der ehemalige Kassier die 500 Franken trotz mehrmaliger Aufforderung noch nicht bezahlt hatte, erhielt der Vorstand an der GV vom 20. März die Prozessvollmacht. An der 2. GV dieses Jahres, am 18. Dezember wurde ein neuer Präsident gewählt. Der Vorstand setzte sich nun so zusammen:

Präsident: Caspar Stocker, Riedhoi
Vizepräsident/Kassier: Melchior Villiger, Giessen
Aktuar: Josef Weibel, Dorf
Beisitzer: Jakob Burkhardt, Zollhaus
Beisitzer: Leonz Baumgartner, Degen

Noch immer gaben die 500 Franken des ehemaligen Kassiers Suter zu reden. Er wolle dem Frieden zuliebe 250 Franken bezahlen, aber er
lasse sich nicht binden und verpflichten, er fühle sich auch nicht schuldig.

1903

Anlässlich der GV vom 10. Mai gaben die Rechnungsabschliisse der Jahre 1900 und 1901 viel zu reden. Beide Jahre endeten mit Vermögensverminderungen von Fr. 295.39 resp. Fr. 1170.99. Man machte vor allem Kassier Suter verantwortlich wegen seiner mangelhaften Aufsichtspflicht in den Depots, und er wurde verpflichtet an die LG Fr. 500.— zu entrichten. Die Rechnung pro 1902 schloss mit einer Vermögensvermehrung von Fr. 333.25. Die GV beschloss die Einführung des Skontos von 3% auf Dünger und 2% auf Futter.

1902

An der GV vom 1. Januar übernahm Präsident Basil Baumgartner auch das Kassierwesen. Es konnte noch kein Rechnungsabschluss vorgelegt werden. Ab 1902 wurde die amerikanische Buchhaltung angewandt.

1900

Die Waren im Depot «Degen» und «Zollhaus» wurden gegen Feuerschaden versichert.

1899

An der GV vom 1. Januar wurden die Rechnungsablagen der Jahre 1895. 1896, 1897 genehmigt. Den Rechnungsprüfern wurde pro Jahr eine Entschädigung von Fr. 5.— zugestanden.

1896

Der Vorstand beschloss. nicht an der Schweizerischen Landwirtschaftsausstellung in Genf teilzunehmen, da die Zeit der Vorbereitung zu kurz und die obwaltenden Umstände zu gross seien. Der von der Finanzdirektion des Kantons Zug verlangten Lösung eines Handelspatentes wurde nur widerwillig zugestimmt. An der GV vom 1. März wurde die Rechnung pro 1894 genehmigt.
Das Vermögen betrug Fr. 779.16.

1895

Der Vorstand beschloss, einem kantonalen Genossenschaftsverband nicht beizutreten.

1894

An der Vorstandssitzung vom 26. Dezember beauftragte man den Präsident und den Aktuar «an den Tit. Einwohnerrat von Hünenberg ein Gesuch zu stellen mit der Begründung, bei der Tit. Kreispostdirektion vorstellig zu werden, um für Ober-Hünenberg eine bessere Postverbindung zu erhalten.»
Die 25 Gründungsmitglieder, welche im Protokollbuch 1893 aufgezeichnet sind

1893

Am 12. März fand im «Degen» die Gründung der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Hünenberg statt. Die vorliegenden Statuten (dat. 19. Februar 1893) wurden genehmigt, ohne solidarische Haftung. Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

Präsident: Basil Baumgartner, Talacker
Aktuar und Kassier: Josef Weibel, Dorf
Beisitzer: Sebastian Villiger, Bösch
Beisitzer: Jakob Gretener, Degen

An der GV vom 30. April wurden die Statuten von 25 Mitgliedern unterzeichnet.
Herr Direktor Moos aus Sursee hielt einen Vortrag über Landw. Genossenschaften. Das Vermögen bei der Gründung betrug Fr. 128.– und stammte vom Landw. Fortbildungsverein. Es folgte die erste Bestellung der Genossenschaft, bestehend aus 200 q Gips. Es lag eine Offerte von italienischem Wein zu 26. Rp. der Liter und Sensen aus Wien vor. Im Verlaufe des Jahres wurden 29 Sensen und Wetzsteine bestellt. Das Vermögen Ende Jahr betrug Fr. 192.03.–.
Basil-Baumgartner-Suter
Thalacker, Hünenberg
1. Präsident

1893-1905